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Rückblick auf ein sehr besonderes, von Trainingspausen,
Wettkampfausfällen und Hygienemaßnahmen geprägtes Jahr 2020

Liebe Leichtathletikfamilie!

Als Spartenleiter versuche ich am Ende eines Leichtathletikjahres zurück zu blicken. Was war gut? Was war schlecht? Wo kann ich mich verbessern? Was klappte besonders gut?
Normalerweise erstelle ich einen kurzen Film über das zurückliegende Jahr, in dem sich jede Athletin und jeder Athlet wiederfindet. Mit all den hervorragenden Leistungen, mit den gemeinsamen Veranstaltungen (Kreismeisterschaft, Vereinsmeisterschaft, Halbmarathon) und gemeinsamen Erfolgen. In einer familiären Weihnachts- und Abschlussfeier trifft sich die Leichtathletikfamilie, werden Ehrungen durchgeführt, Sportabzeichen verteilt und tauscht sich über das vergangene Jahr aus. Doch dieses Jahr lief ab März 2020 alles etwas anders.

Ab Montag, 16.03.2020, wurden u.a. alle Sporthallen bayernweit gesperrt. Damit auch das Leichtathletiksportgeschehen bei uns. Wir waren gefangen im Shutdown und den Folgen. Ab 11.05.2020 wurde es offiziell erlaubt, dass, unter besonderen Bedingungen, Trainings im Freien durchgeführt werden dürfen. Wesentlich für uns war, dass eine Ausübung allein oder in kleinen Gruppen bis 5 Personen einschließlich Trainerin oder Trainer, kontaktfrei durchgeführt werden musste. Bei Einhaltung aller Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten und es waren keine Zuschauer erlaubt. Es musste viele Richtlinien, Empfehlungen vom Bayerischen Leichtathletik Verband, Vorschläge zum Wiedereinstieg vom DLV und der „Tröpfchenwolkentheorie“ gelesen und gelernt werden und das Training umorganisiert und umgestaltet werden.

Wir Trainerinnen und Trainer haben uns ein Konzept überlegt und ausgearbeitet, in dem im Dreischichtbetrieb so viele junge Athletinnen und Athleten wie möglich wieder in den Trainingsbetrieb übernommen werden können. Ich erinnere an die ständig zu führende Teilnehmerliste, die Dokumentation der Symptomfreiliste und die Beschaffung von Desinfektionsmittel (vielen Dank an Sabine). Über den Vorstand wurde beim Stadtverband für Sport um Erlaubnis angefragt, unter besonderen Maßnahmen mit dem Training im Stadion zu starten.

So begannen wir am Montag 18.05. wieder und hofften auf eine langsame Besserung der Situation. Ich ziehe den Hut vor alle Eltern und jungen Sportlerinnen und Sportlern, die sich durch den Wirrwarr der ganzen Maßnahmen und Anforderungen (kurze, knackige Trainingseinheiten, eigenes Handtuch, Mundschutz, Hygieneverhalten, rechtzeitiges Abholen) führen ließen. Ebenso habe ich höchsten Respekt vor allen Trainerinnen und Trainern, die dies alles organisieren mussten. Nach den langsamen Lockerungen der Maßnahmen, konnten ab 15.06. nach und nach die Gruppen wieder vergrößert und die Trainingszeiten verlängert werden. Die Trainerinnen hatten so pro Trainingstag zweimal 90min mit 15min Pause dazwischen geleistet. Montags wurden wieder unsere Jüngsten von Sabine, Philipp und David eingefangen, die dann wieder viel Spaß am Sport vermittelten. Gabriele Merkel verstärkte das Montagstraining und somit konnte ich gemeinsam mit Gabi die Gruppen ab U12 bis zur Leistungsgruppe fördern. Die Leistungsgruppe, der sich auch Katrin Fehm wieder angeschlossen hatte, trainierte von da an komplett eigenständig und wurde durch Ulrike Glück und Melanie Sichelstiel ausgesteuert und begleitet.

Alle geplanten Wettkämpfe, die wir selbst organisierten, sind ausgefallen. Dabei wurden z.B. die ersten Vorbereitungen für den Amberger Halbmarathon schon ein Jahr vorher begonnen. Lediglich in bestimmten Disziplinen konnte zumindest eine Oberpfalzserie, mit dem Ziel Qualifikationsleistungen für mögliche Bayerische und Deutsche Meisterschaften zu erreichen, gestartet. Da spielten unsere Sportlerinnen und Sportler eine sehr gute Rolle und gewannen viele Serientitel (siehe Bericht vom Juli 2020 auf unserer Homepage ).
Die Sportabzeichenabnahme war über alle Altersgruppen hinweg ein herausragendes Aushängeschild unseres Vereins. Da bedanke ich mich stellvertretend für alle Gewinner bei Bernhard Saurenbach und Sabine Bäumler, die den Mamutanteil der diesjährigen DOSB Sportabzeichen abgenommen haben.

Kaum hatten wir alle im Herbst den richtigen Weg in die Trimax-, Wirtschaftsschul- und EG-Sporthalle gefunden, wurde der Betrieb in den Hallen ab Freitag 13.11.2020 komplett geschlossen. Nur DLV Kaderathleten dürfen einzeln in den Hallen trainieren.

Zu einer sehr kleinen Feierstunde wurden im Rahmen aller Hygienemaßnahmen und Vorschriften Ehrungen durchgeführt und die Sportabzeichen verliehen.
Langweilig wurde die trainingsfreie Zeit nicht, da wir diese für Online-Fortbildungen nutzten. Diese neue Form der Weiterbildung wird jetzt verstärkt durch die Sportverbände angeboten. Philipp Bäumler startete ebenfalls „online“ in die erste Phase der Leichtathletik-B-Lizenz. Ihm wünsche ich noch viel Spaß und Erfolg.

Ich möchte mich beim kompletten Vorstand des ESV bedanken, der uns eine sehr gute Basis für die Ausübung unseres Sports unterstützt und uns den Rücken frei gehalten hat.
Ebenso bei allen Trainerinnen und Trainern, die auf dieses komische und sehr besondere Jahr flexibel auf alle Änderungen reagierten und fast schon stoisch alle Einschränkungen über sich ergehen ließen.
Bedanken möchte ich mich auch bei allen Athletinnen und Athleten, dass sie wenig bis kaum bei den Einteilungen der Gruppen jammerten und trotzdem bei den Einheiten mit Spaß dabei waren und natürlich auch bei allen Eltern, die in diesem Jahr so viele Unterschriften leisten mussten wie noch nie und trotzdem immer für uns Trainerinnen und Trainer Verständnis hatten und uns ihre Kinder anvertraut haben.

Lasst uns gemeinsam zuversichtlich nach vorne schauen und uns den Spaß an der Leichtathletik auch im Jahr 2021 nicht nehmen.
Ich persönlich hoffe, dass ab 01.05.2021 nahezu normale (mit kleineren Einschränkungen) Wettkämpfe stattfinden dürfen.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2021.
Startet dann mit Zuversicht, Vertrauen und Optimismus, auf dass sich all eure persönlichen Wünsche erfüllen mögen.

Euer Robert

201223 FroheWeihnachten